Blick auf den Titel des Buches. Im Hintergrund unscharf und dunkel gehalten: ein Ausschnitt des Gemäldes Dame am Cembalo. Darauf in großen gold-gelben Lettern der Titel des Buches: Das Goldene Zeitalter, der mit Hilfe eines Aufklebers auch in Braille-Schrift aufgebracht ist.

Der Gemäldeführer "Das Goldene Zeitalter" ist ein für Deutschland völlig neuartiges Projekt. Der Band vereint erstmals Bilder zum Ertasten und Ansehen, Texte in Blindenschrift und in üblicher Schwarzschrift sowie eine CD mit Beschreibungen - auf dem Tisch liegt ein echtes Lesetasthörbuch. Es lädt ein, die international bedeutende Sammlung niederländischer Malerei des 17. Jahrhunderts im Staatlichen Museum Schwerin auf ganz neue Weise zu entdecken. 
 
Für dieses Kunst-Abenteuer wurden acht Originale aus der Sammlung des Staatlichen Museums Schwerin digital bearbeitet. Verstärkte Kontraste machen die Gemälde besser sichtbar, darüber liegende Reliefs lassen die Malerei der Alten Meister ertasten. Zu jedem der Motive gibt es ein zweites Tastbild zu einem besonderen Bilddetail. Kurze Erklärungstexte - über die klassischen Buchstaben ist Brailleschrift gelegt - verschaffen einen kurzen Überblick zu den Inhalten der Gemälde. Dem Buch liegt eine Audio-CD in Langversion bei, die ausführliche Beschreibungen zu den Gemälden und Detailabbildungen sowie sämtliche weitere Texte des Buches enthält.
 
Das Lesetasthörbuch will alle Sinne anregen. Wenn der Museumsbesucher die bauschenden Segel eines Bojers in stürmischer See hören, Brotkrumen auf einem glatten Holztisch ertasten und ein pralles Bouquet aus Wildrosen, Flieder und - wie kann es anders sein - Tulpen riechen kann, dann ist der Plan aufgegangen.

Buchvorschau mit Hörproben

 

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Bildstrecke: Wie die Matrizen der Tastbilder entstanden

  • Blick in die Werkstatt: Aus Pappe, mit Bastelleim und Skalpell entstanden zunächst nach unseren Vorgaben die Matrizen in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB).
  • Eine Matrize ist das räumliche Modell für ein Tastbild, das die wichtigsten Umrisse und Details des Bildes fühlbar macht.
  • Das fertige Tastbild ist eine stabile und transparente Folie, die das Bildmotiv räumlich tastbar darstellt. Darunter liegt das jeweilige originale Bildmotiv.
  • Auch wenn Tastbilder nur Umrisse und Flächen darstellen, vermitteln sie doch in Verbindung mit hörbaren Informationen wichtige Bildeindrücke.
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